Kolumba
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Oktober 2016 – Ende offen
Backsteinwände trocknen
Warum Kolumba eingerüstet ist

Die Einrüstung der Westwände von Kolumba ist ein Ergebnis der seit mehreren Jahren durchgeführten Untersuchungen zur Durchfeuchtung der Außenwände. Befund ist, dass die bis zu 60 cm dicken und ohne Trennfuge gemauerten Backsteinwände bei Regenwetter mehr Feuchtigkeit aufnehmen, als sie in trockenen Perioden abgeben. Vor allem in den drei Turmräumen des Museums ist dieser nicht vorhergesehene Effekt als Schadensbild seit längerem sichtbar. Der Schweizer Architekt Peter Zumthor hatte unter Beteiligung von Fachingenieuren und den Hochschulen in Aachen und Köln einen Mauerwerksprototypen entwickelt, der mit länglich-flachen Ziegeln aus Dänemark (Petersen-Tegl) auf breiten Lagerfugen das historische Ruinenmauerwerk der kriegszerstörten Kolumba-Kirche fugenlos überspannt. Offenbar trotzt die monolithische Mauerwerkskonstruktion dem rheinischen Klima mit seinem hohen Schlagregenanteil aus westlicher Richtung nicht genügend. Die Feuchteempfindlichkeit des inneren Lehmputzes befördert zusätzlich die Bildung kleinerer Ausblühungen. In derzeit laufenden Testreihen bauphysikalischer Institute werden Lösungsmöglichkeiten geprüft. Bevor eine Optimierung in Angriff genommen werden kann, dient die Einrüstung des Gebäudes dazu, die Westwände zu trocknen. (Pressemitteilung Oktober 2016)

Gute Aussichten für die Sanierung der Fassade des Kunstmuseums Kolumba des Erzbistums Köln. Spezialisten und Baufachleute haben ein Verfahren gefunden, mit dem verhindert werden kann, dass erneut Wasser in das Gebäude eindringt. Vor ungefähr vier Jahren waren an den Innenseiten der westlichen, besonders von Schlagregen belasteten Außenwände Ausblühungen und Abplatzungen des Lehmputzes festgestellt worden. Die Ursache sind offenbar feinste Haarrisse zwischen Backsteinen und Fugmörtel, durch die Regenwasser in den Wandquerschnitt eindringt. Um größere Schäden zu vermeiden, wurden die besonders belasteten Wandpartien Ende 2016 mit Planen eingerüstet. Die Experten mussten besondere Herausforderungen meistern, um eine befriedigende Lösung zu finden: Die zu harten Mörtelfugen einfach gegen ein, auf die Elastizität des Backsteins besser abgestimmtes Fugmaterial auszutauschen, war in handwerklicher, durchführungstechnischer sowie ästhetisch befriedigender Weise nicht machbar. Darüber hinaus hätte eine vollflächige Abdichtung der Fassade, die sogenannte »Hydrophobierung« als irreversible Maßnahme ein neues Risiko geschaffen. Hinter die Steine laufendes Wasser könnte bei Frost gefrieren und so eine Frostsprengung auslösen, die die Steine langfristig zerstören würde. Deshalb testeten die verschiedenen Spezialisten, Fachleute und Bauphysiker unterschiedliche Verfahren und probierten sie an Musterflächen vor Ort aus. Erfolg verspricht jetzt das restauratorische Verschließen der feinen Risse zwischen Stein und Mörtel mittels Feinstzement-Injektion. Anschließend werden die Fugen außerdem hydrophobiert, das heißt wasserabweisend gemacht. Damit kann Feuchtigkeit weiterhin aus dem Mauerwerk hinaus, umgekehrt wird aber sehr viel weniger Feuchtigkeit hineingelangen. Architekt Peter Zumthor hat die Umsetzung der Maßnahmen konstruktiv begleitet und ist zuversichtlich, dass mit diesem Verfahren eine langfristig funktionierende Lösung gefunden ist. In einem ersten Abschnitt sollen rund 1.200 Quadratmeter Mauerwerk – der aktuell eingerüsteten Flächen – mit dem neuen Verfahren bearbeitet werden. Die Arbeiten sollen im September anlaufen und bis Ende Oktober abgeschlossen sein. Im Anschluss kann das Gerüst abgebaut werden. Insgesamt betragen die Kosten für Gutachten, Musterflächen, Gerüste und die Sanierung des ersten Abschnitts rund 300.000 Euro. (Pressemitteilung August 2018)

Street-Art Projekt
Als Kunstmuseum des Erzbistums Köln verbinden wir die Notwendigkeit der Maßnahme mit einer aussichtsreichen Chance: Die straßenläufigen Gerüstwände werden im Wechsel mehrerer Monate von Akteuren aus den Bereichen Graffiti, Street Art und Kunst im öffentlichen Raum gestaltet. Das Projekt wird kuratiert von Leonie Gehrke und Johannes Stahl.


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des Erzbistums Köln

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KOLUMBA :: Aktuell :: Gerüst an der Fassade

Oktober 2016 – Ende offen
Backsteinwände trocknen
Warum Kolumba eingerüstet ist

Die Einrüstung der Westwände von Kolumba ist ein Ergebnis der seit mehreren Jahren durchgeführten Untersuchungen zur Durchfeuchtung der Außenwände. Befund ist, dass die bis zu 60 cm dicken und ohne Trennfuge gemauerten Backsteinwände bei Regenwetter mehr Feuchtigkeit aufnehmen, als sie in trockenen Perioden abgeben. Vor allem in den drei Turmräumen des Museums ist dieser nicht vorhergesehene Effekt als Schadensbild seit längerem sichtbar. Der Schweizer Architekt Peter Zumthor hatte unter Beteiligung von Fachingenieuren und den Hochschulen in Aachen und Köln einen Mauerwerksprototypen entwickelt, der mit länglich-flachen Ziegeln aus Dänemark (Petersen-Tegl) auf breiten Lagerfugen das historische Ruinenmauerwerk der kriegszerstörten Kolumba-Kirche fugenlos überspannt. Offenbar trotzt die monolithische Mauerwerkskonstruktion dem rheinischen Klima mit seinem hohen Schlagregenanteil aus westlicher Richtung nicht genügend. Die Feuchteempfindlichkeit des inneren Lehmputzes befördert zusätzlich die Bildung kleinerer Ausblühungen. In derzeit laufenden Testreihen bauphysikalischer Institute werden Lösungsmöglichkeiten geprüft. Bevor eine Optimierung in Angriff genommen werden kann, dient die Einrüstung des Gebäudes dazu, die Westwände zu trocknen. (Pressemitteilung Oktober 2016)

Gute Aussichten für die Sanierung der Fassade des Kunstmuseums Kolumba des Erzbistums Köln. Spezialisten und Baufachleute haben ein Verfahren gefunden, mit dem verhindert werden kann, dass erneut Wasser in das Gebäude eindringt. Vor ungefähr vier Jahren waren an den Innenseiten der westlichen, besonders von Schlagregen belasteten Außenwände Ausblühungen und Abplatzungen des Lehmputzes festgestellt worden. Die Ursache sind offenbar feinste Haarrisse zwischen Backsteinen und Fugmörtel, durch die Regenwasser in den Wandquerschnitt eindringt. Um größere Schäden zu vermeiden, wurden die besonders belasteten Wandpartien Ende 2016 mit Planen eingerüstet. Die Experten mussten besondere Herausforderungen meistern, um eine befriedigende Lösung zu finden: Die zu harten Mörtelfugen einfach gegen ein, auf die Elastizität des Backsteins besser abgestimmtes Fugmaterial auszutauschen, war in handwerklicher, durchführungstechnischer sowie ästhetisch befriedigender Weise nicht machbar. Darüber hinaus hätte eine vollflächige Abdichtung der Fassade, die sogenannte »Hydrophobierung« als irreversible Maßnahme ein neues Risiko geschaffen. Hinter die Steine laufendes Wasser könnte bei Frost gefrieren und so eine Frostsprengung auslösen, die die Steine langfristig zerstören würde. Deshalb testeten die verschiedenen Spezialisten, Fachleute und Bauphysiker unterschiedliche Verfahren und probierten sie an Musterflächen vor Ort aus. Erfolg verspricht jetzt das restauratorische Verschließen der feinen Risse zwischen Stein und Mörtel mittels Feinstzement-Injektion. Anschließend werden die Fugen außerdem hydrophobiert, das heißt wasserabweisend gemacht. Damit kann Feuchtigkeit weiterhin aus dem Mauerwerk hinaus, umgekehrt wird aber sehr viel weniger Feuchtigkeit hineingelangen. Architekt Peter Zumthor hat die Umsetzung der Maßnahmen konstruktiv begleitet und ist zuversichtlich, dass mit diesem Verfahren eine langfristig funktionierende Lösung gefunden ist. In einem ersten Abschnitt sollen rund 1.200 Quadratmeter Mauerwerk – der aktuell eingerüsteten Flächen – mit dem neuen Verfahren bearbeitet werden. Die Arbeiten sollen im September anlaufen und bis Ende Oktober abgeschlossen sein. Im Anschluss kann das Gerüst abgebaut werden. Insgesamt betragen die Kosten für Gutachten, Musterflächen, Gerüste und die Sanierung des ersten Abschnitts rund 300.000 Euro. (Pressemitteilung August 2018)

Street-Art Projekt
Als Kunstmuseum des Erzbistums Köln verbinden wir die Notwendigkeit der Maßnahme mit einer aussichtsreichen Chance: Die straßenläufigen Gerüstwände werden im Wechsel mehrerer Monate von Akteuren aus den Bereichen Graffiti, Street Art und Kunst im öffentlichen Raum gestaltet. Das Projekt wird kuratiert von Leonie Gehrke und Johannes Stahl.